ARKUS P.

ARKUS P.

Als Peter Schmidt, wie Arkus P. mit bürgerlichen Namen heisst, im Kindeslater in eine Musikschule kam, wusste noch niemand welche Wege…



 …sich für ihn damit öffnen. Als einer der besten in dieser Schule fiel es ihm schon immer leicht musikalisches Verständnis aufzubringen. Es folgten mehrere Bands während und neben der Schule, wo Peter sich musikalisch austoben konnte. Eines Tages, mitten in den Neuzigern, wurde seine Begeisterung auf eine für ihn damals neuklingende Musik fokusiert. Diese Musik sollte für Arkus P. von da an ein ständiger Begleiter werden.

Erste Schritte:

Als technisch begeisterter Jugendlicher fing Peter Schmidt an sich diverse Hardware zuzulegen, Obligatorisches Plattensammeln durfte da natürlich auch nicht fehlen. Der Umgang mit Hardware sollte sich bezahl machen, wie sich in den späteren Jahren rausstellen sollte, denn ein guter Liveact muss sehr schnell und präzise reagieren können und über sehr viele Kanäle den überblick behalten können, eine Fähigkeit die man nicht in ein paar Wochen erlernen kann.

Erste Erfolge:

Mitten in der Jahrtausendwende wurde sein Traum von der eigenen Platte wahr. Schubfaktor Records wurde damit zu dem Debut-Release, welche sich sofort in die Plattentasche vieler Dj ́s einschmuggelte und auch auf diversen Festivals gespielt wurde. Konsequenterweise wurden seine Tracks auch von anderen Labels lizensiert. „Status Enquiry“ auf Defintion oder auch „Transform EP“ auf Highball zählen noch immer zu den meistgespielten Platten in der Szene. Diese Platten gehörten zu den wegweisenden und öffneten damit die Türen für die zu der Zeit langsam aufblühende Hardtechno Bewegung in Deutschland. Diese Szene war sehr überschaubar und wurde weder von der Szenepresse noch von den größeren Events in irgendeinerweise wahrgenommen. Es gab eine Handvoll p

Produzenten und Djs und so war es nicht verwunderlich dass man sich eines Tages auch privat traf. So lernte Arkus P. seinen Kollegen Sven Wittekind, durch welchen er dann auch Sven Schaller kennen lernte, der gerade die Agentur namens Abstract gegründet hat und u.a. Arkus P. mit ins Boot holte. Abstract sollte von nun an ständiger Begleiter und eine Art Familie für Peter Schmidt werden. Mitten im selben Jahr, auf der Nature One, lernte Arkus einen weiteren Kollegen, Robert Natus kennen. Man verstand sich auf anhieb und verabredete sich um ein paar Tracks in gemeinsamer Arbeit zu produzieren. Schnell wurde klar dass dieses Zusammenspiel von zwei unterschiedlichen musikalischen Charakteren etwas neues kreieren könnte. Während des gemeinsames Produzierens verlief die Zeit wie im Fluge und man kam kaum mit der Verarbeitung der Ideen hinterher. So entstand nach und nach ein Track, der später den Namen „Hardcore Salsa“ erhalten sollte. Als der Track fertig war und man sich an das Mastern machte, sagte Robert: „Ich glaube wir haben einen Hit gemacht.“ Und er sollte Recht behalten.

Hardcore Salsa:

Obwohl die beiden im Hinterkopf wussten, dass dieses Lied ein größerer Erfolg werden könnte, entschied man sich zunächst den Track auf Robert ́s Label „Bitshift“ zu veröffentlichen und es nicht als Demo an andere Labels zu schicken. Schon am ersten Tag des Releases klingelte das Telefon ununterbrochen. Verschiedene Plattenfirmen bemühten sich den Track zu signen. In allen online Plattenläden sah man dasselbe Bild: Platz 1: „Hardcore Salsa“. Nun hatte man die Qual der Wahl wo der Track rauskommen sollte. Arkus & Robert entschieden sich für Gango, einem Sublabel von Kontor Records. Der Track kam in verschiedenen Auflagen und Variationen in fast allen europäischen Ländern auf Vinyl und in Deutschland als Maxi CD raus. Mit dem Erscheinen auf CD wurde das anvisierte Ziel Wahr, ein Underground Techno- Track erreichte die deutschen Single Charts! Der Track stieg auf platz 89 ein, und blieb dort mehrere Wochen. Selbstverständlich wurden die Dance Charts wochenlange mit dem Platz 1 verteidigt. Für Robert, welcher damals nur als DJ auftrat, gab es nun die Möglichkeit mit Arkus einen gemeinsamen Liveact zu starten, welche er direkt nutze. So entstand parallel zu der Single der gemeinsame Liveact „robert natus& arkus p.“ . Es folgten viele gemeinsame Gigs für die beiden und ein TV Auftritt auf einem deutschlen Musiksender VIVA in der Sendung „Club Rotation“. Ende 2004 wurde klar, Hardcore Salsa war die bestverkaufenste Vinyl in diesem Jahr.

Das erste Label:

Anfang 2005 sprossen die Plattenlabels mit dem Thema Hardtechno wie Pilze aus dem Boden. Als logische konsequenz wurde auch von Arkus P. ein Label namens Friendly Fire ins leben gerufen. Künstler wie dj Amok , Sven Wittekind, Sandy Warez und Robert Natus gaben dem Label ihre werke zur Verfügung. Später wurde ein weiteres Label namens „Arcussinus“ gegründet welche dennoch meistens Arkus P. – Eigene Tracks beinhaltet.

Erste grosse Reise:

Neben dem gemeinsamen Projekt mit Robert und dem Label gab es natürlich noch den Produzenten und Liveact Arkus P. Dessen Auftritte beschränkten sich im Jahre 2005 noch auf Deutschland und die Nachbarländer in Europa. Doch schon zu Beginn des Jahres sollte sich das ändern. Peter flog über den Atlantik , nach New York wo er gemeinsam mit DJ Amok und Viper XXL in dem cub XXX spielte. Noch in diesem Jahr wurde eine kleine Tour durch Brasilien organisiert, wo Arkus in den Städten wie Sao Paulo, Fortaleza und Campinas sein bestes für die brasilianische Szene gab. Auch in Europa wurden die Slubs für die Auftritte grösser , so wurde sowohl eines der grössten und berühmtesten Indoor Veranstaltungen in Holland mit dem Arkusp. Sound beschallt, als auch der legendäre Slub U60311 in Frankfurt. Das Ende des Jahres 2005 wurde im überfühltem Club „la cova“ in Spanien zelebriert.

Mitten in der Natur:

Das folgende Jahr began da wo das letze Jahr aufhörte: mit grossen schritten stieg Arkus P. die Erfolgsleiter rauf. So wurde Osteuropa noch grossräumiger erobert. Es folgten Auftritte in Ländern wie Ukraine, Weissrussland, Polen, Slowenien, Slowakai und Tschechien. Im letzeren spielte Peter auf der im Land grössten Party, Apokalypsa. In Deutschland und im Ausland wurden zudem eine Menge Open Air Festivals besucht u.a die Loveparade in Berlin, die Ruhr in Love in Oberhausen, Ground Zero in Holland und im August der Höhepunkt für dieses Jahr: die Mainstage (Century circus) auf dem beliebtesten und grössten Festival in Deutschland, der Nature One wo, Robert Natus & Arkus P. die Menge zum kochen brachten.

Auch als Produzent bewies Peter sein können und veröffentlichte Platten wie „Protonenpower“ und „Call my name“ auf Labels Abstract und Systemcalls. Diese platten wurden über Jahre hinweg für viele DJ ́s zum ständigen Negleiter und für viele Produzenten als Inspiration für die eigenen werke.

Pressure:

Trotz des ganzen Stresses und der Hektik, fanden Robert Natus und Arkus P. Zeit um sich im Studio einzuschliessen. Noch wussten die Beiden nicht was sie wollten aber es wurde schnell klar, dass es mehr als 2-3 Tracks werden könnten, und so entschloss man sich eine erste gemeinsame Langspieler Platte zu produzieren. Unter dem Namen „Pressure“ wurde die LP auf dem renomierten Label t:classix im Form einer Doppelt Vinyl und einer CD veröffentlicht.
Als Bonus Track auf der CD, fand sich an letzer Stelle ein Lied namens „Vampire“. Der für die Hardtechnoszene sehr untypische Sound verzauberte sowohl althergesessene, als auch Szenefremde und so befand sich der Track auf der Compilation „techno 2006“ neben Künsterln wie Sven Väth usw. wieder. Auch die Tracks auf der Vinyl waren nicht minder gut und so konnte man noch lange nach der Veröffentlichung die Tracks aus dem Album in diversen Clubs hören. Das erfolgreiche Jahr 2006 wurde sowohl für Arkus als auch für Robert belohnt: Im Deutschlands grösstem Magazin für Elektronische Musik, der Raveline, wurden die Plätze #4 in der Kategorie best Liveact, und #7 in der Kategorie best Album belegt. Nun war für alle eines klar: die Zeiten in denen man von der Presse und den Festivals ignorierte wurde, sind vorbei.

Musical Prostitutes:

Anfang 2007 begann Peter mit der Arbeit an seiner ersten Solo LP. Noch wusste er nicht dass dieses Album ihn mehr als ein halbes Jahr in beschlag nehmen würde. Als Mitte des Jahres sich mehr als dreissig fertige Tracks auf seiner Festplatte befanden, ging es um das aussortieren und an das aussuchen. Für das Album wurde als Thema eine Mischung aus harten Beats und melodiösen Sequenzen gewählt. Eine gewagte und scheinbar unvereinbare Mischung, aber das fertige Produkt, das Album namens „Musical Prostitutes“, ist der beste Beweis für die Vereinigung dieser Eigenschaften. Für die Veröffentlichung wurde , wie auch bei dem gemeinsamen Album mit Robert Natus, das Label T:Clasixx gewählt. Auch hier erschien die LP auf einer Doppelt-Vinyl und einer CD.

Das Syndikat:

Auf verschiedenen Auftritten im Jahre 2007 traf Peter vermehrt auf einen Produzenten Namens Boris S. Nachdem man sich angefreundet hatte und zusammen ein paar Tracks produziert wurden, sprachen die beiden vermehrt über ein gemeinsames Projekt. Die beiden erkannten schnell dass man beim Livespielen zusammen passen würde, deswegen hat es nicht lange gedauert und der erste gemeinsame Auftritt folgte, welcher mehr als ein Erfolg war. Parallel dazu wurde Arkus P. auf das damals zum ersten mal stattfindendes Festival (Syndicate) in der berühmten Westfallen Hallen in Dortmund gebucht. Sein Auftritt dort wurde zum grossen Erfolg und unterstrich die Qualitäten des Liveact ́s „Arkus P. „

Auch in diesem Jahr wurden gute Platzierungen in der Raveline erreicht. So wurde Arkus P. als Solo liveact

wieder auf Platz 4 gewählt, sein Album „Musical Prostitutes“ auf platz 7. Erstmals stieg Arkus P. auch in die Top 20 der besten produzenten des Jahres ein.

Mayday:

Schon in den ersten Monaten des Jahres 2008 zeichnete sich ab dass es ein Arkus P. Jahr werden könnte. Die erste und einzigste Singleauskopplung aus dem „Musical Prostitutes“ Album wurde zu beginn des Jahres veröffentlicht. Sie enthielt neben dem Original, einen härteren Mix und einen Robert Natus Remix. Mit ihm wurde auch ein lang ersehnter Traum für Arkus P. im Mai wahr, er spielte zum ersten mal auf der in Dortmund stattfindenden Veranstaltung „Mayday“. Robert und Peter brachten die Menge zum kochen und die Resonanz war durchweg positiv.

Der Sommer war ein Sommer voller Festivals, nach dem Auftritt auf der Ruhr in Love, flog Arkus am selben Abend nach Slowenien, wo er neben Steve Angelo und anderen performte. Auf der in Dortmund stattfinden Loveparade durfte Arkus P. natürlich auch nicht fehlen, so spielte er sowohl auf dem Bullshitt-, als auch auf dem Nature One Wagen. Auf letzereren konnte Arkus zwei Wochen später ein Solo Liveact im Century Circus absolvieren. Obwohl ein Höhepunkt , war es nicht die grösste Veranstaltung im Sommer. Als Projekt „Tetrapak“ spielten Peter und Boris auf einem der grössten Festivals in Spanien, auf „Monegros Desert Festival“. Über 50 000 besuchten dieses Festivals, wo u.a Cypress Hill als Headliner perfomten.

Gemeinsam:

Produktionstechnisch entschoss man sich zusammen mit Robert einen etwas sanfteren musikalischen Weg einzugehen. Es wurden zwei Platten der Techno Reihe, mit dem Namen „Techno Boogy“ veröffentlicht, und ein Ende dieser Reihe ist derweil nicht abzusehen. Der Liveact der beiden bekam zudem einen technoideren Touch, welche sogar auf der diesjährigen Syndicate in Dortmund mehr als gut ankam. Es ist kaum zu glauben dass ein paar Stunden vor dem Auftritt in den Dortmunder Westfallenhallen, Peter in Barcelona im Olymp Stadion ein Liveact- vs DJ set zusammen mit Sven Wittekind spielte. So gehören die beiden zu den ersten (hard) techno Künstlern, die die Ehre hatten in einem Stadion aufzutreten.

Raveline:

Es war abzusehen, dennoch war es für viele überraschend, als man die Ergebnisse des Raveline Pools Ende 2008 präsentiert bekam. Neben guten Platzierungen als Produzent und DJ-National, belegte Arkus P. den hervorragenden ersten Platz im Raveline Pool. Arkus P. wird Liveact des Jahres 2008!

released and unreleased tracks by Arkus P.